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Die politische Wochenschau
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vom 18. bis 24. September 2004
| Schlagzeilen der Woche   zusammengestellt von Christian Klee  |
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| Zitat der Woche: |
| "Die
Heimat hatte sich von uns gewandt. Die Kreise, die um jeden Preis
verdienen wollten, nannten uns Störenfriede, die zu keiner wirklichen
Arbeit mehr taugten." |
| -
Kurt Eggers |
Im Zusammenhang
mit dem sich abzeichnenden Wahlerfolg der NPD in Sachsen machte sich nicht
nur in den Systemmedien, sondern auch bei Teilen des âNationalen Widerstandesâ
eine gewisse Hysterie breit. Nach den Landtagswahlen hÀtte man -
ĂŒberspitzt formuliert - den Eindruck gewinnen können, die
Machtergreifung stehe unmittelbar vor der TĂŒre. Von AH zu HA, wie ein
geschÀtzter Protagonist des nationalen Lagers unlÀngst zu scherzen
beliebte. Ausdruck dieser Hysterie ist die VerstÀrkung der seit lÀngerem
zu beobachtenden VolksfrontmentalitÀt. Eine Reihe prominenter Freier
Nationalisten trat der NPD bei, ebenso entwickelt die Partei eine gewisse
Sogwirkung in Richtung Republikaner und Schillianer. Ob es den neuen âMĂ€rzgefallenenâ
um PostenjÀgerei oder um den Versuch geht, innerhalb der National-Demokraten
radikale Politik zu betreiben, sei einmal dahingestellt. Die NPD ist, bedingt
durch ihre Vergangenheit und den nach wie vor in ihr stark vertretenen nationalkonservativen
oder deutschnationalen Bodensatz definitiv kein Organ national-revolutionÀrer
Politik oder gar eines nationalen Sozialismus. Sollten fĂŒr das âSozialismusverstĂ€ndnisâ
und die âKapitalismuskritikâ der NPD die AusfĂŒhrungen Per
Lennart Aaes im Parteiorgan âDeutsche Stimmeâ exemplarisch sein,
so sei hierzu angemerkt, dass der betreffende Aufsatz von Lobhudeleien auf
die angeblich segensreiche TÀtigkeit der parasitÀren Kapitalistenklasse
nur so trieft. Unsere Ansicht wird auch dadurch untermauert, dass der Bundesvorstand
nichts Besseres zu tun hatte, als mit sozialdemagogischen PlatitĂŒden
zur sÀchsischen Landtagswahl anzutreten - und im nÀchsten
Atemzug eine Allianz mit der rechtsreaktionÀren DVU des Immobilienhais
und NS-DevotionalienhÀndlers Frey einzugehen. Wenn es nach dem Vorstand
ginge, wĂŒrde man sicherlich auch die konservativen Republikaner oder
nationalliberale Elemente (DSU, DP, PRO-TrĂŒmmer) - allesamt fest
auf dem Boden der kapitalistischen Ordnung stehend - mit an Bord holen.
Allerdings setzt der REP-Vorsitzende Schlierer auf einen eigenstÀndigen
verfassungspatriotischen Kurs - aber der nÀchste Bundesparteitag
kommt bestimmt, und Schlierers Bullen- und SpieĂerpartei zeigt bereits
Erosionserscheinungen. Antikapitalismus von Rechts? Fehlanzeige. Noch beunruhigender
mutet es an, wenn die Kritikpunkte der einer AnnÀherung an die NPD skeptisch
gegenĂŒberstehenden Teile der Freien KrĂ€fte sich letztendlich auf
rein persönliche und taktische Aspekte beschrÀnken (Stichworte Wiederzulassung
der RPF und Aufhebung gewisser Auftrittsverbote). Die auf dieser Netzseite
schon vor Monaten ausgesprochenen Warnungen (siehe Genosse Schapke: Keine
Volksfront von Rechts!) wurden nachhaltig bestÀtigt. Geschichte
wiederholt sich: Mit dieser Harzburger Front 2004 ist die Ăberwindung
der kapitalistischen Ordnung in der BRD unmöglich. Wir halten uns an
die alte Parole aus den Zwanzigern: Junge Front - drauĂenbleiben!!!
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Hierzu
noch - vorgezogen - einige Zeilen aus der âjungen weltâ
vom 6. Oktober, die zu Recht auf den antikapitalistischen Etikettenschwindel
hinweist: âIn den Programmen und Publikationen neofaschistischer Gruppen
und Parteien ist von dem im Wahlkampf propagierten Antikapitalismus nicht die
Rede (...) Was vom âAntikapitalismusâ der Rechten zu halten ist,
zeigen auch Veröffentlichungen aus diesem Spektrum. Im âEntwurf eines
Hundert-Tage-Programms der Nationalen Notstandsregierung in Deutschlandâ
des Neonazis Reinhold Oberlercher werden âkraftvolle MaĂnahmenâ
skizziert. Dazu gehören die âPrivatisierung der Rentenversicherungâ
sowie ein âAnstellungsrecht im staatlichen Arbeitsdienst fĂŒr arbeitsfĂ€hige
SozialhilfeempfĂ€nger und fĂŒr Dauerarbeitslose, die ĂŒber sechs
Monate stellungslos sindâ. Die Zahlung von Sozialhilfe an ArbeitsfĂ€hige
soll verboten und das öffentliche Gesundheitswesen aufgelöst werden.
Selbst die programmatischen Aussagen der sich âantikapitalistischâ
gerierenden NPD lassen an Deutlichkeit nichts zu wĂŒnschen ĂŒbrig. Dem
nationalsozialistischem Leitsatz âDu bist nichts - Dein Volk ist
alles!â folgend, erteilen die Nationaldemokraten einer âSozialpolitik
nach dem Traumbild des totalen Wohlfahrtsstaatesâ eine strikte Absage.
Stattdessen mĂŒsse âwirtschaftliche Vernunftâ walten und dem
Streben nach ânationaler Volksgemeinschaftâ entsprochen werden.
In einer Anfang August diesen Jahres veröffentlichten ErklÀrung der
neofaschistischen Kaderschmiede âDeutsches Kollegâ finden sich unter
dem Titel âRassen- und Klassenkampf im Sommerlochâ eindeutige programmatische
Aussagen. So sollen âJugend- oder altersschwache ArbeitskrĂ€fte, die
am Arbeitsmarkt nicht konkurrieren können, im Staatsarbeitsdienst, dem
national organisierten Teil der Eigenwirtschaftâ, eingesetzt werden.
Ăhnlich klingt es im Programm der Republikaner. Angestrebt wird eine Wirtschaftsordnung,
in der âdie Unternehmen so frei wie möglich agieren könnenâ.
Die Reps fordern ferner, die Zumutbarkeitskriterien bei staatlichen Sozialleistungen
zu verschĂ€rfen und keine Leistungen an âArbeitsunwilligeâ auszuzahlen.
Von Antikapitalismus oder auch nur Verteidigung sozialer Standards kann also
keine Rede sein. Bleibt die Frage, ob die WĂ€hler rechter Gruppierungen
dies einfach nicht wissen, oder ob sie es billigend in Kauf nehmen.â
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Bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen kam es zum erwarteten Wahlerfolg rechtsgerichteter Parteien. In Brandenburg behauptete sich die SPD trotz Verlusten von 7,4 Prozentpunkten mit 31,9 % und 33 Abgeordneten. Die PDS verbesserte sich um 4,7 Prozentpunkte auf 28 % und 31 Sitze, wĂ€hrend die CDU deutliche EinbuĂen von 7,2 Prozentpunkten hinnehmen musste und auf 19,4 % und 20 Mandate zurĂŒckfiel. Die rechtsreaktionĂ€re Phantompartei DVU stabilisierte sich bei leichten Zugewinnen bei 6,1 % und 6 Abgeordneten - und das trotz einer an DĂŒmmlichkeit kaum noch zu ĂŒberbietenden parlamentarischen Arbeit. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,5 % - fĂŒr die neuen BundeslĂ€nder passabel. WĂ€hrend die DVU vor allem bei NichtwĂ€hlern und CDU-AnhĂ€ngern punkten konnte, waren die Aktivposten der PDS (auĂer bisherigen NichtwĂ€hlern) die WĂ€hler der beiden Wessi-Volksparteien SPD und CDU.
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Die eigentliche Sensation erlebte jedoch Sachsen. Die CDU erlitt katastrophale Stimmenverluste in Höhe von 15,8 Prozentpunkten; sie ist fortan mit 41,1 % und 55 Abgeordneten im Landtag vertreten. Als zweitstĂ€rkste Partei behauptete sich die PDS mit leichten Zugewinnen. Die Postsozialisten kamen auf 23,6 % und 31 Mandate. Mit HĂ€ngen und WĂŒrgen konnte sich die SPD mit 9,8 % und 13 Sitzen auf Rang 3 behaupten. Dieser wĂ€re ihr beinahe von der eigentlichen Wahlsiegerin, der NPD, abgelaufen worden. Die Nationaldemokraten zogen erstmals seit 1968 wieder in ein LĂ€nderparlament ein, und zwar mit 9,2 % (Zugewinn 7,8 Prozentpunkte) und 12 Vertretern. Sachsens neuer Landtag trĂ€gt ein buntscheckiges Antlitz, denn ferner sind noch die FDP mit 5,9 % und 7 Abgeordneten sowie die GrĂŒnen mit 5,1 % und 6 Mandaten im Landtag vertreten. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,6 %. Die PDS gewann vor allem von NichtwĂ€hlern und CDU dazu, verliert allerdings deutlich WĂ€hler an die NPD.
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Die Nationaldemokraten konnten unter FĂŒhrung des irgendwie an den spĂ€ten Baldur von Schirach erinnernden Holger Apfel vor allem bei Unions- und NichtwĂ€hlern zulegen - dennoch stellten Abwanderer von der PDS den drittgröĂten Zugewinnsposten. Ăberproportional gut schnitt die NPD bei den WĂ€hlern zwischen 18 und 29 Jahren (17 %) sowie bei denjenigen zwischen 30 und 44 (12 %) ab. Immerhin 13 % aller Arbeiter wĂ€hlten national-demokratisch, und bei den Arbeitslosen war die Partei mit 18 % doppelt so stark wie die SPD. Beachtlich auch der Anteil bei unter 35-jĂ€hrigen WĂ€hlern mit Hauptschulabschluss: 26 %. Generell entwickelt die NPD infolge ihrer sozialdemagogischen Propaganda eine gewisse Zugkraft bei gewerkschaftlich organisierten Arbeitern. Schon im Saarland wĂ€hlten mit 9 % ĂŒberproportional viele dem DGB angehörende Arbeiter NPD. Damit war sie viermal so stark wie die GrĂŒnen oder die FDP. Insgesamt wĂ€hlten an der Saar 5 % aller Gewerkschafter NPD. Als weitgehend immun erwiesen sich allerdings die organisierten Angestellten mit 3 %. Hauptgrund fĂŒr den Rechtstrend im Osten ist die asoziale Politik der neoliberalen Einheitsparteien von GrĂŒnen bis FDP. Die in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern brav mitregierende und jedes BubenstĂŒck der Bundesregierung brav umsetzende PDS kann sich nur schwerlich als politische Alternative verkaufen. Der renommierte Parteienforscher JĂŒrgen Falter rechnet damit, dass sich rechtsgerichtete Parteien zumindest in den neuen LĂ€ndern bei 15 % stabilisieren könnten.
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Zwei Jahre nach der Aussetzung der Selbstverwaltung Nordirlands haben neue Verhandlungen zur Beilegung der Krise begonnen. Die Konfliktparteien sollten unter Vermittlung der Regierungschefs GroĂbritanniens und der Republik Irland zu einer Lösung finden, die eine Wiederherstellung der nordirischen Selbstregierung ermöglicht. Zu Beginn der dreitĂ€gigen Verhandlungen auf Leeds Castle bei London erklĂ€rte sich der Vorsitzende der republikanischen Sinn FĂ©in, Gerry Adams, grundsĂ€tzlich zur Auflösung der katholischen Untergrundarmee IRA bereit. Ein Ende der Untergrundorganisation wĂ€re möglich, wenn sich die gröĂte protestantische Partei DUP zu einer Regierungskoalition mit Sinn FĂ©in bereit finde. Die Protestanten zeigten sich jedoch hart: Bevor die IRA sich nicht unter aufgelöst und unter Aufsicht ihre Waffen abgegeben hat, wird es keinerlei ZugestĂ€ndnisse geben. Von einer Entwaffnung der protestantischen Untergrundorganisationen ist ĂŒbrigens weiterhin keine Rede, obwohl die Red Hand Defenders sich mit erneuten Gewaltakten hervortaten und die berĂŒchtigte Loyalist Volunteer Force eine Waffenlieferung aus Osteuropa empfing. In den folgenden Wochen sind weitere Verhandlungen zwischen den nordirischen Parteien und den Regierungen in Dublin und London angesetzt, hierbei wird die DUP sogar offiziell mit der ungeliebten Republik Irland verhandeln und damit deren nordirische Interessen faktisch anerkennen. Im Vorfeld verwanzte der britische Inlandsnachrichtendienst die BĂŒros von Sinn FĂ©in, was ein Nachspiel im Europaparlament haben dĂŒrfte: Eine der Abgehörten ist Abgeordnete in StraĂburg.
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Bei den Landtagswahlen im österreichischen Vorarlberg legte die klerikal-konservative ĂVP um ĂŒber 9 Prozentpunkte zu und eroberte mit 54,9 % der abgegebenen Stimmen die absolute Mehrheit zurĂŒck. Die Freiheitlichen setzten ihre Talfahrt fort, mit einem Verlust von 14,5 Prozentpunkten und 13 % Stimmanteil erlebte die FPĂ ein erneutes Debakel. Selbst in ihren Hochburgen verloren die Freiheitlichen teilweise die HĂ€lfte ihrer WĂ€hler. Sie wurden als zweitstĂ€rkste Partei von der SPĂ abgelöst, die sich auf 16,8 % steigerte. Hohe Zugewinne verzeichneten auch die GrĂŒnen, die auf 10,2 % zulegten. Im Vorarlberger Landtag sitzen nun 21 Abgeordnete der ĂVP, 6 der SPĂ, 5 der FPĂ und 4 der GrĂŒnen. Die Wahlbeteiligung brach dramatisch von 87,1 auf 60,2 % ein.
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Nach wochenlangem Machtkampf in Peking fielen die WĂŒrfel: Der ehemalige chinesische Staats- und Parteichef Jiang Zemin trat als Vorsitzender der mĂ€chtigen MilitĂ€rkommission zurĂŒck und gab somit sein letztes politisches Amt auf. RegulĂ€r wĂ€re der Postenwechsel erst 2007 fĂ€llig gewesen, aber eine Klausurtagung des Zentralkomitees entschied sich anders. Jiangs Nachfolge wurde erwartungsgemÀà Staats- und Parteichef Hu Jintao, womit der vor 2 Jahren eingeleitete Generationswechsel abgeschlossen ist. Allerdings stehen auch weiterhin mindestens 5 der 9 stĂ€ndigen Mitglieder des PolitbĂŒros Jiang Zemin nahe, und mit VizeprĂ€sident Zeng Qinghong rĂŒckt ein enger Vertrauter des AltprĂ€sidenten in die MilitĂ€rkommission auf. Zudem gelten groĂe Teile der GeneralitĂ€t als AnhĂ€nger Jiang Zemins. Die von Yu Yunhao als Leiter der Parteischule gemachten Bemerkungen hinsichtlich von VerwaltungsmĂ€ngeln und Inkompetenz einzelner Parteikader weisen auf eine bevorstehende SĂ€uberungswelle hin. Internationale Beobachter erwarten nun eine Entspannung im VerhĂ€ltnis zu Taiwan, da gerade Jiang als Vertreter einer harten Linie gegenĂŒber der als abtrĂŒnnige Provinz betrachteten Insel galt.
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Kommen wir wieder zu unserer stichwortartigen Irak-Rubrik: Samstag: 19 Tote und 67 Verletzte bei Autobombenanschlag auf Rekrutierungsstelle der Nationalgarde in Kirkuk / bei Kirkuk der StammesfĂŒhrer al-Hani von Unbekannten erschossen / 5 Tote und 4 Verletzte bei Angriff auf Konvoi eines FunktionĂ€rs der staatlichen Ălgesellschaft in Mossul / US-Truppen verlieren 2 Tote und 8 Verwundete bei AutobombenanschlĂ€gen in Bagdad / stellvertretender Gouverneur der Provinz Anbar bei Ramadi von seinen EntfĂŒhrern exekutiert / 3 Tote und 5 Verwundete bei Gefechten in Basra / britischen Presseberichten zufolge warnte MI 6 Tony Blair bereits im MĂ€rz 2002, ein Angriff auf den Irak wĂŒrde im Chaos enden. Sonntag: 4 Tote und 6 Verletzte, als US-Artillerie Falluja beschieĂt / 4 Tote bei Ăberfall sunnitischer Rebellen auf einen aus Najaf kommenden Konvoi schiitischer Theologiestudenten. Montag: in Bagdad zwei konservative sunnitische Geistliche wohl von schiitischen Hardlinern erschossen / 2 Tote und 3 Verletzte bei SchieĂereien in Falluja / 3 Tote bei Autobombenanschlag in Mossul / irakische Regierung und US-Berater sprechen sich fĂŒr eine Beendigung der kostenlosen Lebensmittelverteilung aus, auf die 60 % der Bevölkerung angewiesen sind. Ziel ist vor allem die Aushungerung der Rebellengebiete. Dienstag: Amerikaner verlieren bei Gefechten im Raum Bagdad 2 Gefallene und 4 Verwundete. Mittwoch: 6 Tote und 54 Verletzte bei Autobombenanschlag auf RekrutierungsbĂŒro der Nationalgarde in Bagdad / 10 Tote und 92 Verletzte bei KĂ€mpfen zwischen US-Truppen und Mahdi-Armee in Sadr City / 4 GIs bei Bombenanschlag im Bagdader Nobelviertel Mansur City verwundet / 1 US-Soldat durch Sprengfalle bei Tikrit getötet / Stationierung von 2800 sĂŒdkoreanischen Soldaten im Nordirak abgeschlossen. Donnerstag: 3 Amerikaner und 17 Iraker sterben bei Gefechten in Sadr City / Pentagon erwĂ€gt die Entsendung frischer Truppen in den Irak / im Fernsehmagazin âPanoramaâ erklĂ€ren zwei ehemalige hochrangige Politikberater (General William Odom, Robert Baer/CIA und Sidney Blumenthal) den Irak-Krieg fĂŒr verloren, Odom vergleicht die strategische Situation Bushs gar mit derjenigen Hitlers wĂ€hrend der Schlacht von Stalingrad. Freitag: Rebellen feuern Kurzstreckenrakete auf Osten Bagdads ab / US-Juristenteam aus Michigan kommt zu dem Schluss, dass mindestens 25 weitere Gefangenenlager im Irak in den Folterskandal verstrickt sind. Vor allem im Lagerkomplex bei Tikrit sollen Folter, Mord und Vergewaltigung an der Tagesordnung sein / Verteidigungsminister Rumsfeld schlĂ€gt vor, die Aufstandsgebiete von den Parlamentswahlen 2005 auszuschlieĂen. Gesteht offen ein, dass sich bis zu 25 % des irakischen Staatsgebietes in Rebellenhand befinden.
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In der BRD hat die relative Armut im vergangenen Jahr erneut zugenommen. Das geht nach Informationen der "Welt am Sonntag" aus ersten Zahlen fĂŒr den "Armuts- und Reichtumsbericht" hervor, den die Regierung Anfang nĂ€chsten Jahres vorlegen will. Danach galten im vergangenen Jahr 13 % der Bevölkerung als arm. Ein Jahr zuvor waren es ânurâ 12,7 %. Besonders oft betroffen seien Alleinerziehende, Familien mit mehr als drei Kindern und Einwanderer. In Entwicklungs- und SchwellenlĂ€ndern gilt als arm, wer weniger als einen oder zwei Dollar am Tag zur VerfĂŒgung hat. FĂŒr IndustrielĂ€nder gilt dagegen die Definition der ârelativen Armut". Hier gilt als arm, wer weniger als 60 % des Durchschnittseinkommens in seinem Land verdient. Diese Armutsgrenze liegt im Westen bei 730,20 Euro, im Osten bei 604,80 Euro Einkommen oder Lohnersatzleistungen im Monat. Ein Drittel der Armen sind allein Erziehende und ihre Kinder, 19 % sind Paare mit mehr als drei Kindern. Die Zahl der von Sozialhilfe lebenden Kinder stieg 2003 um 64.000 auf 1,08 Millionen. Im vergangenen Jahr haben sich zudem 188.000 Menschen weder bei einer gesetzlichen noch bei einer privaten Krankenversicherung angemeldet. Noch 1995 lag die Zahl der Nicht-Krankenversicherten bei 105.000. Dabei handelt es sich nicht etwa um illegale Einwanderer, die nicht in der Statistik berĂŒcksichtigt werden. Betroffen sind vielmehr Hausfrauen, Angestellte, Studenten und in wachsender Zahl (31.000) Kleingewerbetreibende. Als Grund fĂŒr diese Entwicklung wird die wirtschaftliche Lage angesehen - Risikogruppen können sich normalerweise die BeitrĂ€ge zur GKV oder PKV nicht mehr leisten.
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Mehr als einen Monat nach dem fehlgeschlagenen Referendum zur Amtsenthebung des venezolanischen PrĂ€sidenten Hugo ChĂĄvez begann die Reorganisation der Regierung. Unter ElĂas Jaua wurde ein neues Ministerium fĂŒr Volksökonomie eingerichtet. Der neuen Behörde wurden diverse sozialpolitische Einrichtungen zugeordnet, so das Nationale Institut fĂŒr Ausbildung, die fĂŒr die Genossenschaften zustĂ€ndige Aufsichtsbehörde SUNACOP und die fĂŒr die Vergabe von Mikrokrediten an Kleingewerbetreibende zustĂ€ndigen Banken. Damit verbleiben dem Ministerium fĂŒr Sozialwirtschaft nur noch die Kreditsysteme fĂŒr mittlere und gröĂere Betriebe. AngekĂŒndigt wurde die Bildung eines ErnĂ€hrungsministeriums unter JosĂ© Rafael Oropeza, das fĂŒr das Mercal-Projekt zustĂ€ndig sein soll. Mercal ist ein Netz staatlich organisierter LĂ€den und SupermĂ€rkte in armen Gegenden, in denen Grundnahrungsmittel um bis zu 70 % unter dem Marktpreis verkauft werden. Die betreffenden Produkte werden unter Umgehung des Zwischenhandels direkt bei den Erzeugern aufgekauft. Bis Ende 2004 soll Mercal mehr als 6000 Tonnen Lebensmittel tĂ€glich verkaufen und damit das Monopol auf dem venezolanischen Nahrungsmittelmarkt einnehmen. EliĂ©cer Otayza, bislang Chef des Ausbildungsinstitutes, ĂŒbernimmt das Nationale Landinstitut, um eine Offensive gegen den GroĂgrundbesitz vorzubereiten. Mit dem Landwirtschaftsministerium steht Otyaza allerdings eine starke Lobby von Freunden der GroĂ- und Mittelbetriebe gegenĂŒber. Bereits Anfang September wurde ein Wohnungsbauministerium unter Julio Montes gebildet. Generell ist zu beobachten, dass die Basisorganisationen des Umgestaltungsprozesses gegenĂŒber den alten Ministerien aufgewertet und zu neuen Regierungsbehörden zusammengefasst werden. ChĂĄvez traf unlĂ€ngst mit Hunderten von Unternehmern zusammen, um sich UnterstĂŒtzung fĂŒr seinen Umbau der venezolanischen Volkswirtschaft zu sichern und die Basis der Bolivarianischen Revolution zu verbreitern. FĂŒr neue Spannungen mit der rechtsgerichteten Regierung im Nachbarland Kolumbien sorgte ein Vorfall im Grenzgebiet. Bei einem Angriff ĂŒber die Grenze eingesickerter kolumbianischer AUC-ParamilitĂ€rs auf venezolanische Erdölprospektoren starben vier Soldaten und eine Ingenieurin.
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Nach monatelangen Auseinandersetzungen um das iranische Atomprogramm schwenkte die EU auf die harte Linie der USA ein, damit auch weiterhin nur die groĂen NuklearmĂ€chte ĂŒber die Möglichkeit verfĂŒgen sollen, die Menschheit auszurotten. Der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA verabschiedete nunmehr eine Iran-Resolution. Teheran wird aufgefordert, die Urananreicherung bis zum 25. November einzustellen und ungehinderte Inspektionen zuzulassen, widrigenfalls man sich weitere Schritte vorbehalten, sprich das Thema vor den UN-Sicherheitsrat bringen werde. Eine automatische Anrufung des Sicherheitsrates wurde durch China sowie die Vertreter Brasiliens und SĂŒdafrikas verhindert - beide Staaten betreiben eigene Atomprogramme. Als Reaktion drohte die iranische Regierung die Einstellung jeglicher Zusammenarbeit mit der IAEA und den faktischen Ausstieg aus dem Atomwaffensperrvertrag an. Das sehr wahrscheinlich nicht nur zivilen Zwecken dienende Atomprogramm des Iran lĂ€uft seit 20 Jahren und sorgt seit geraumer Zeit fĂŒr massive Spannungen mit den USA und Israel.
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Der gewöhnlich wohlinformierten âHaaretzâ zufolge werden die USA 5000 satellitengesteuerte PrĂ€zisionsbomben an Israel liefern. Unter den gelieferten Waffensystemen befinden sich auch 500 Bunker-Brecher, die sich vorzĂŒglich zur Zerstörung unterirdischer oder verbunkerter Ziele eignen. Sicherheitsexperten gehen daher davon aus, dass das iranische Atomprogramm Anlass fĂŒr die Lieferung ist. FĂŒr möglich hĂ€lt man allerdings auch einen israelischen MilitĂ€rschlag gegen Syrien. BerĂŒcksichtigt man die Tatsache, dass die amerikanischen StreitkrĂ€fte infolge des Verbrauches im Irak-Krieg selber unter einem Mangel an smart bombs leiden, drĂ€ngt sich der Verdacht auf, dass ein israelischer PrĂ€ventivschlag gegen den Iran in der Tat nicht auszuschlieĂen ist. Bekanntlich zerstörte die israelische Luftwaffe 1981 den irakischen Atomreaktor in einer vergleichbaren Operation. FĂŒr den Fall eines israelischen Angriffes drohte die iranische Regierung mit einem Gegenschlag gegen das in Reichweite der iranischen Langstreckenraketen liegende israelische Atomzentrum Dimona.
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Wie Iran bleibt derzeit auch Brasilien auf Konfrontationskurs mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien. Inspektoren der Organisation erhalten weiterhin keinen Zugang zu Zentrifugen fĂŒr die Urananreicherung. Diplomaten fĂŒrchten, dass Brasilien den Bau einer Atombombe anstrebt. Eduardo Campos, der brasilianische Minister fĂŒr Wissenschaft und Technik, hat nach Angaben der IAEA deutlich gemacht, sein Land habe dem Atomwaffensperrvertrag einst zugestimmt, um die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern. Allerdings sei dies auf der Grundlage geschehen, einen nuklearen RĂŒstungswettlauf zu verhindern und sĂ€mtliche Atomwaffen auf der Welt zu beseitigen. Die Selbstverpflichtung des Landes im Rahmen des Vertrages dauere nicht fĂŒr alle Zeiten. Die IAEA erklĂ€rte ihre Besorgnis, dass Brasilien in einem Atemzug von einer einst vorgesehenen kompletten nuklearen AbrĂŒstung und seiner eigenen Verpflichtung im Rahmen des Atomwaffensperrvertrages gesprochen habe. Brasilien hat den Vertrag 1997 unterzeichnet und wiederholt festgestellt, sein Atomprogramm diene rein zivilen Zwecken. Die brasilianische Regierung hat IAEA-Inspektoren bereits im Februar und MĂ€rz unter Hinweis auf die Wahrung von Industriegeheimnissen den Zugang zu Zentrifugen in der Anlage von Resende verweigert. Interessant erscheint der Hinweis, dass die brasilianische Marine die Indienststellung eines Atom-U-Bootes plant.
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Bereits
in der Ausgabe 2-04 der geschĂ€tzten Vierteljahresschrift âGegenstandpunktâ
erschien ein Aufsatz ĂŒber die sich formierende linkssozialdemokratische
âWahlalternativeâ (âEine neu aufgelegte Sozialdemokratie
- das hat gerade noch gefehlt!â), dem wir einige interessante
Zeilen ĂŒber die deutsche Sozialdemokratie entnehmen. Bemerkt sei noch
- nachdem Robert Kurz bzw. die Antiimperialistische Koordination sich,
wie uns zugetragen wurde, unlĂ€ngst eine Reihe hirnloser VorwĂŒrfe
gefallen lassen mussten - an die Adresse linkssektiererischer Querfontparanoiker,
dass das Redaktionskollektiv âDie Kommendenâ keinerlei persönliche
oder politische Beziehungen zur Gruppe Gegenstandpunkt unterhĂ€lt: âDie
Bundesregierung verordnet dem deutschen Volk harte Zeiten. Sie tut dies mit
dem besten Gewissen, fĂŒr das Wohl der deutschen Nation, die ökonomisch
auf Vordermann gebracht sein will, um ihren Erfolgsweg als europÀische
FĂŒhrungsmacht fortzusetzen. Die SPD als maĂgebliche Regierungspartei
hat deshalb schon vor einiger Zeit beschlossen, nicht nur den Sozialstaat
grĂŒndlich zu âreformierenâ, sondern ihr altes Image als Partei,
die mit sozialen Reformen fĂŒr gesellschaftlichen Ausgleich und mehr Gerechtigkeit
sorgt, gleich mit wegzuwerfen. Sie will nicht mehr beim Wahlvolk mit SprĂŒchen
auf Stimmenfang gehen, die diesem ein ganz irriges Bild der MaĂnahmen
vermitteln könnten, die die Regierung fĂŒr sie auf dem Programm hat.
Hart und schonungslos wird dem Volk nun mitgeteilt, dass es sich sein âBesitzstandsdenkenâ
abzuschminken und sich auf bescheidenere LebensumstÀnde einzustellen
hat, wenn es mit Deutschland wieder aufwÀrts gehen soll. Dass es gerade
die sozialdemokratische Partei ist, die dieses durchgreifende soziale Abrissprojekt
in Angriff nimmt, soll nach dem Willen der SPD-FĂŒhrungsriege nur noch
eines beweisen: Wie absolut notwendig und unumgÀnglich die Volksverarmung
ist, die sie ihrer Klientel verpasst. DafĂŒr wollen Schröder und
Co. nun gewÀhlt werden: dass sie als Partei, der das Los der Minderbemittelten
ganz besonders am Herzen liegt, genau wissen, was sie diesen zumuten, und
deshalb als Regierungspartei das allergröĂte Vertrauen der WĂ€hler
verdienen. (...)
Empfehlenswert wĂ€re...eine ehrliche Befassung mit den âGrundsĂ€tzenâ,
von denen die SPD sich angeblich âverabschiedetâ hat. UnerschĂŒtterlich
eingestanden ist die Partei nĂ€mlich immer fĂŒr das gemeine Wohl der
deutschen Nation, in dem das BedĂŒrfnis des Kapitals und des Staates, der
fĂŒrs Kapital unbedingt attraktiv sein und immer attraktiver werden will,
nach einer optimal funktionierenden Arbeiterklasse zusammenfÀllt mit dem
sachzwanghaft aufgenötigten BedĂŒrfnis der lohnabhĂ€ngigen Bevölkerungsmehrheit
nach einer Gelegenheit, sich fĂŒr fremden Reichtum nĂŒtzlich zu machen
und mit dem dabei Verdienten ĂŒber die Runden zu kommen. Ihre erste und
grundsÀtzlichste Sorge ist seit jeher, dass es mit der kapitalistischen
GeschÀftemacherei auf deutschem Heimatboden flott und erfolgreich vorangeht,
weil davon âirgendwieâ alles abhĂ€ngt, nicht zuletzt die âkleinen
Leuteâ, die ohne die andern, die in der gesellschaftlichen Hierarchie
âobenâ stehen, bekanntlich aufgeschmissen sind. Nichts ist Sozialdemokraten
selbstverstÀndlicher als die Unterordnung der arbeitenden Menschheit unter
ihre kapitaldienliche und staatsnĂŒtzliche Funktion, die AbhĂ€ngigkeit
ihres Lebensunterhalts vom Wachstum des kapitalistischen Eigentums, die systematische
Kombination also von bedingungsloser Dienstbarkeit mit relativer Armut der âkleinen
Leuteâ. In den glorreichen Aufbauzeiten des modernen Sozialstaats, als
noch das Ăberleben des Proletariats auf dem Spiel stand, haben sie mit
eben diesem Standpunkt dem Klassenstaat die Einsicht in die Notwendigkeit abgerungen,
mit sozialversicherungspolitischen Eingriffen in die Verwendung des national
gezahlten Arbeitsentgelts ein lebenslanges Auskommen mit dem Lohneinkommen ĂŒberhaupt
möglich zu machen. In anderen Phasen der kapitalistischen Erfolgsgeschichte
der Nation hat eine SPD-Regierung z.B. den Bedarf weltmarktbeherrschender Unternehmen
an einer gröĂeren Menge gut ausgebildeter Arbeitskraft erkannt und
im Namen des seinerzeit so getauften âhuman capitalâ bedient; dies
auch wieder unter Beachtung der allein systemgemĂ€Ăen PrioritĂ€ten,
nĂ€mlich der AbhĂ€ngigkeit des mit einer Bildungsreform beglĂŒckten
gesellschaftlichen Nachwuchses von den gebieterischen Erfordernissen eines weltrekordmĂ€Ăigen
nationalen Kapitalwachstums. (...) Sie (die Sozialdemokraten, C.K.) stellen
sich solchen Konsequenzen des Konkurrenzkampfs der kapitalistischen Nationen
und nehmen die Herausforderung an, die AttraktivitĂ€t ihres Standorts fĂŒr
noch mehr und wieder deutlich erfolgreichere kapitalistische GeschÀftemacherei
grĂŒndlich aufzumöbeln. Die Versöhnung des Proletariats mit den
âSachzwĂ€ngenâ des Kapitals und des Staatshaushalts, fĂŒr
die sie als Sozialdemokraten nach wie vor einstehen, sieht unter derartigen
Bedingungen und bei einer so klaren politischen Zielsetzung konsequenterweise
so aus, dass der sozialstaatlich organisierte Lebensstandard der Arbeitnehmer
und vor allem der nutzlosen KostgÀnger des nationalen Reichtums so lange
nach unten korrigiert wird, bis er sich mit der Bedingung, von der die LohnabhÀngigen
- und nicht nur sie, sondern noch weit wichtigere Dinge, die weltpolitische
Macht der Nation z.B. - abhÀngen, wieder vertrÀgt. Von ihren
hundertjĂ€hrigen âPolitikzielenâ macht die SPD mit diesem konsequenten
Fortschritt keine Abstriche.â
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Lagefeststellung - Beurteilung der Situation - Möglichkeiten des Handelns - Entschluss - Umsetzung - Kontrolle
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